Mahnmal im Rheinbacher Stadtpark

von Leonie Friedrich und Sandra Ziehms

Das Mahnmal für die drei ukrainischen Zwangsarbeiter Peter Spaak, Wladislaw Dedjarew und Wladislaus Talzschaview befindet sich am Ende der Neugartenstraße am vorderen Weg des Rheinbacher Stadtparkes. Vom Rheinbacher Bahnhof ist es fußläufig und barrierefrei innerhalb von 15 Gehminuten zu erreichen.

„Sie sollen hängen zum Gespött.“1 

Dieser Ankündigung des Rheinbacher Polizeiwachtmeisters Johannes Schmitz folgte einen Tag später, am 26. Januar 1945, die Vollstreckung der Tat: Drei junge ukrainische Zwangsarbeiter wurden wegen eines geringfügigen Diebstahls auf Befehl des Rheinbacher NS-Bürgermeisters Josef Wiertz im Stadtpark am Baumgalgen erhängt. Seit Oktober 2017 erinnert am authentischen Ort ein Mahnmal aus drei Stelen explizit an ihr Schicksal.

Zwangsarbeit in Rheinbach während des Zweiten Weltkriegs

Die Stadt Rheinbach mit ihren umliegenden Ortschaften gehörte während des Zweiten Weltkriegs verwaltungsmäßig zum Kreis Bonn-Land. Über das Bonner Arbeitsamt bezogen die Bauern des größtenteils landwirtschaftlich geprägten Gebiets Zwangsarbeiter, die teilweise in Gruppenunterkünften, zumeist aber auf den Höfen der Landwirte einzeln untergebracht waren. Der NS-Brandstiftung im März 1945 verhinderte, dass genaue Zahlen und Angaben bezüglich der Rheinbacher Zwangsarbeiter bekannt werden konnten. Spärliche Informationen finden sich lediglich in Akten aus der Zeit nach 1945, wie beispielsweise in Schul-, Pfarr- oder Klosterchroniken. Einer drei Monate nach Kriegsende angeforderte „Aufstellung“ des Landrats des Landkreises Bonn konnte entnommen werden, dass zu diesem Zeitpunkt noch circa 130 ehemalige Zwangsarbeiter in der Stadt Rheinbach und ihren Gemeinden lebten. Es kann jedoch von einer deutlich größeren Anzahl von Zwangsarbeitern und ehemaligen Kriegsgefangenen während der Kriegsjahre in Rheinbach ausgegangen werden. Neben sowjetischen Staatsangehörigen, insbesondere Ukrainern, Niederländern, Italienern und Jugoslawen, stammte ein Großteil aus Polen.2

Umriss des NS-Verbrechens am 26. Januar 1945

Wie viele weitere Zwangsarbeiter aus Osteuropa wurden die drei jungen Ukrainer Peter Spaak, Wladislaus Talzschaview und Wladislaw Dedjarew in ihrer Heimat „einfach von der Straße weggefangen“3 und zwischen den Jahren 1941 und 1943 direkt von Kiew nach Bonn deportiert. Von dort wurden sie auf drei verschiedene landwirtschaftliche Betriebe im Rheinbacher Stadtgebiet verteilt und lebten fortan bei den Bauernfamilien Horst, Scheben und Mahlberg.4 Fotografien in alten Alben der Familie Mahlberg lassen vermuten, dass Peter Spaak eine verhältnismäßig gute Beziehung zu seinem Arbeitgeber hatte. Zudem geht aus Berichten hervor, dass Wladislaw Dedjarew mit der Familie des Bauern Horst am Tisch seine Mahlzeiten einnahm, was von den Nationalsozialisten strengstens verboten wurde. Überdies ist bekannt, dass sich alle drei Zwangsarbeiter nach ihrem Arbeitstag frei in Rheinbach bewegen durften.5

Aus insgesamt 40 Zeitzeugenaussagen und Auswertungen von Quellen des Hessischen Hauptstaatsarchivs, des NRW-Landesarchivs, der Stadtarchive Rheinbach, Bonn und Siegburg, der Bonner Staatsanwaltschaft sowie des NS-Dokumentationszentrums Köln gelang es dem Rheinbacher Bürger Peter Mohr über 60 Jahre später die Geschehnisse um die Mordtat am 26. Januar 1945 weitgehend zu rekonstruieren: Demnach wurden Peter Spaak, Wladislaus Talzschaview und Wladislaw Dedjarew am 24. Januar 1945 nach Bombenangriffen beim Trümmerräumen in Rheinbach eingesetzt. Zwischen den Trümmern fanden sie eine Strickjacke und ein paar Flaschen Wein, die sie mitnahmen und in einer Dreschmaschine versteckten, wobei sie vermutlich von Bürgern aus der Nachbarschaft beobachtet und angezeigt wurden. Ihre Verhaftung folgte kurze Zeit später durch Polizeiwachtmeister Schmitz und Hilfspolizist Breuer. Zwei Tage lang befanden sie sich angekettet im Kallenturm, dem zur mittelalterlichen Stadtbefestigung gehörenden früheren Gefängnis der Stadt Rheinbach.6 Die örtliche NS-Führung bestrafte und exekutierte die drei Zwangsarbeiter am 26. Januar 1945 eigenmächtig, ohne eine Anordnung und Durchführung der zuständigen Gestapo-Stelle Bonn abzuwarten, wie in solch einem Fall für üblich angeordnet. Bei der Exekution orientierten sie sich an Maßnahmen, die bei einer sogenannten „Sonderbehandlung“ von Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeitern aus dem östlichen Europa angewandt wurde, denen „schwere“ Verstöße zur Last gelegt wurden. Ohne Gerichtsverfahren oder Urteil wurden die drei jungen Ukrainer an einem provisorischen Galgen erhängt, der zwischen die Astgabeln von zwei nebeneinanderstehenden Eschen gelegt wurde. Die Öffentlichkeit war üblicherweise in einem solchen Fall nicht zugelassen, dennoch wurden etwa 150 Zwangsarbeiter aus Rheinbach und den umgebenen Ortschaften hinzu befohlen, um ein Exempel zu statuieren.7 Gegenüber der gewählten Exekutionsstätte befand sich die Villa Freiberger sowie das in dem heutigen Sankt Josef Gymnasium untergebrachte Lazarett der Stadt. Aus beiden Gebäuden wurde der Tathergang mindestens von zwei Zeugen beobachtet. Durch deren Aussagen sowie den Berichten eines anwesenden ehemaligen Zwangsarbeiters, konnte zudem rekonstruiert werden, welche Personen bei der Hinrichtung anwesend waren. Neben dem Bürgermeister Josef Wiertz, dem Polizeiwachtmeister Johannes Schmitz, dem Hilfspolizisten Michael Breuer, drei städtischen Arbeitern und einem Landwirt, waren auch etwa vier bis fünf Hitlerjungen zugegen, die vorher bereits Leitern und Seile zur Richtstätte gebracht hatten.8

Gegen die Anwesenheit und Ausführung der Exekution durch die Gestapo-Stelle Bonn spricht überdies, dass die drei Hingerichteten nach vollbrachter Tat circa 500 Meter entfernt am Waldrand anonym verscharrt wurden. Wäre die Gestapo tatsächlich vor Ort gewesen, dann wären die Toten nach der „Sonderbehandlung“ zur Anatomie der Universität Bonn gebracht und ordnungsmäßig auf dem Bonner Nordfriedhof bestattet worden. Bereits einen Tag vor der Tat musste die Grube am Waldrand von einem polnischen Zwangsarbeiter eines in der Nähe wohnenden Bauern ausgehoben werden. Obwohl es allen Beteiligten der Rheinbacher Bevölkerung verboten war, über das Geschehene zu sprechen, verbreitete sich die Kunde über die Hinrichtung schnell in der Stadt. Nicht wenige sollen den am 29. Januar 1945 folgenden schweren Bombenangriff auf die Stadt Rheinbach als „Strafe Gottes“ für die Hinrichtung der drei ukrainischen Zwangsarbeiter gesehen haben.9

Der Umgang mit den Haupttätern

Bei Ankunft der Amerikaner am 6. März 1945 in Rheinbach flohen die Hauptverantwortlichen Täter des NS-Verbrechens vom 26. Januar 1945 auf die rechte Rheinseite. Nur wenige aus der Rheinbacher Bevölkerung befassten sich in den darauffolgenden Jahren mit dem ungesühnten Mord an den drei ukrainischen Zwangsarbeitern und der Bestrafung der Täter. Im Vordergrund standen vielmehr eigene Leiderfahrungen der letzten Kriegsmonate. So blieb das Mordgeschehen einige Jahre unerwähnt und wurde dem Vergessen preisgegeben. Weder nach Festnahme des Bürgermeisters, welcher zuvor in das Hessische Bad Hersfeld geflohen war, noch während seines Entnazifizierungsverfahrens wurden die Taten bekannt. Vielmehr stellten circa fünfzehn Rheinbacher Bürger Leumundszeugnisse, sogenannte „Persilscheine“ aus, die Josef Wiertz durchweg positiv darstellten und ihm zu einer schnellen Haftentlassung und nach mehrjährigen Prüfungen im Jahr 1958 sogar zu einem Anspruch auf Pensionierung verhalfen. Die Aussagen dreier Rheinbacher Bürger über die Tatbeteiligung des NS-Bürgermeisters am Ukrainer-Mord blieben unbeachtet.10

Der für die Verhaftung der drei Zwangsarbeiter verantwortliche Rheinbacher Polizeiwacht-meister Schmitz bemühte sich nach seiner Flucht ebenfalls um Leumundszeugnisse aus der Rheinbacher Bevölkerung. Im Rahmen seines Entnazifizierungsverfahrens entstand das für die weiteren Nachforschungen im Ukrainer-Mord nach Kriegsende wichtigste Dokument, das den Tathergang erstmals ausführlich schildert. In dem Schreiben aus dem Jahr 1949, das sich heute im Stadtarchiv Rheinbach befindet, beschuldigt Hubert Mahlberg, Dienstherr von Peter Spaak, den Polizeiwachtmeister Schmitz an der Beteiligung der Ermordung der drei ukrainischen Zwangsarbeiter. Neben Angaben von Zitaten des Polizeiwachtmeisters, die ihn schwer belasteten, beschreibt der Bericht lückenhaft die Ereignisse von der Verhaftung bis zur Hinrichtung. Nachdem Schmitz die Beteiligung an dem Mord jedoch bestritten hatte, wurde in einer knappen Ratsentscheidung auch ihm ab dem Jahr 1950 eine monatliche Pension zugesprochen. Eine Bestrafung der Hauptverantwortlichen Täter blieb trotz des Beweismaterials gänzlich aus.11

Die Entstehung des Mahnmals

Unmittelbar nach der kampflosen Einnahme am 06.März. durch US-Truppen, kam das US-Graves Command nach Rheinbach, um gefallene amerikanische Soldaten zu suchen, exhumieren und auf eigene Friedhöfe umzubetten. Dieser Umstand trug entscheidend zur Klärung der historischen Ereignisse um die drei Ukrainer bei, da die Amerikaner auch die anonym verscharrten Zwangsarbeiter ausgruben und auf dem Katholischen Rheinbacher Sankt Martin Friedhof beerdigen ließen. Auch wenn nicht geklärt werden konnte, wer die Informationen über die drei ukrainischen Opfer an die Amerikaner herangetragen hatte, und welchem Friedhofsbeamten es zu verdanken ist, dass erstmals nach dem Krieg Hinweise auf das Verbrechen offiziell niedergeschrieben wurden. Er hatte bei der Beerdigung von Peter Spaak, Wladislaus Talzschaview und Wladislaw Dedjarew am 13. März 1945 in einer zusätzlichen Spalte des Friedhofsbuchs vermerkt, dass es sich bei den drei Leichen um „erhängte Ukrainer“ handelte. Neben ihrem Todesdatum ist auch erwähnt, dass sie „wegen eines geringfügigen Diebstahls“ hingerichtet wurden. Ihre Namen gehen jedoch nicht aus der Eintragung hervor.12

Auf Befehl der Alliierten wurde ab September 1945 von der Stadt Rheinbach „Aufstellungen“ über im Amtsbezirk verstorbene Ausländer angefertigt, wie aus mehreren Schreiben zwischen der Stadt Rheinbach und dem Landrat Bonn hervorgeht. Unter Verweis auf die durch den Rathausbrand vernichteten Aktenbestände konnten lediglich Friedhofslisten ausgewertet werden. In diesem Zusammenhang wurden die drei ukrainischen Zwangsarbeiter im Februar 1946 bei Auswertungen des Kirchhofbuchs des Sankt Martin Friedhofs einer Liste von 16 verstorbenen Russen hinzugefügt und mit „Tod durch Erhängen“ erwähnt.13 Obwohl ihr Herkunftsland durch die Eintragung des Friedhofsbeamten hätte bekannt sein müssen, wurden sie, wie oftmals geschehen, als osteuropäische Zwangsarbeiter russifiziert.

Zwischen Mai und Oktober 1947 fanden zahlreiche Umbettungen, darunter auch die der drei ukrainischen Zwangsarbeiter, von den Gemeinde-Friedhöfen auf den sogenannten „Ehrenfriedhof“ am Rheinbacher Stadtpark statt. Der „Ehrenfriedhof“, auch „Heldenfriedhof“ oder „Soldatenfriedhof“ genannt, wurde bereits während des Krieges vom Lazarettpersonal für alle verstorbenen Nicht-Rheinbacher angelegt. Durch Bombenabwürfe der Alliierten wurde er gegen Kriegsende schwer verwüstet und musste nach 1945 in langwieriger Arbeit rekonstruiert werden. Viele der dort Beerdigten konnten nicht mehr identifiziert werden. Ab 1946 übernahm der „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ die Arbeit auf dem Friedhof. Es wurden einheitliche Gräber angelegt und für jeden Verstorbenen, auch für Andersgläubige, ein Holzkreuz aufgestellt.14 Die Erinnerung vor Ort und die Rituale der Trauerarbeit um die Toten waren somit von Anfang an religiös konnotiert und christlich geprägt.

Die würdige Umgestaltung des „Ehrenfriedhofs“ nach Kriegsende wurde auch dadurch vorangetrieben, dass sich eine Sowjetrussische Kommission ankündigte, um den Friedhof zu besichtigen. In dieser Zeit tritt die internationale Bedeutung des Friedhofs deutlich zutage. Am 13. Juni 1948 fand unter großer Anteilnahme von außerhalb, mit circa 250 Angehörigen, die Einweihung des „Ehrenfriedhofs“ als erste Kriegsgräberstätte in der britischen Zone statt und wurde bei diesem Anlass offiziell in die Obhut der Stadt Rheinbach übergeben.15

Noch heute liegen auf der Kriegsgräberstätte am Stadtpark 553 Kriegstote, Opfer und Täter. Wehrmachtsangehörige aus ganz Deutschland, hingerichtete Deutsche Deserteure, Waffen-SS-Angehörige und noch rund 40 ehemalige Zwangsarbeiter aus Polen, Russland, Rumänien, Kroatien und der Ukraine. Die Toten aus den west- und südosteuropäischen Ländern wurden in den 50er und 60er Jahren zu deren nationalen Gedenkstätten überführt.16 Die vielen unbekannten Verstorbenen und die bis in das Jahr 2013 allgemein gehaltene Informationstafel am Friedhofseingang sowie die verschleiernde und euphemistische Bezeichnung „Ehrenfriedhof“ bedingte die Entstehung eines weitgehend anonymen, in die leere gehenden Gedenkortes und klammerte das konkrete, zumeist „unkomfortable“ Erinnern aus. 

Im Jahr 1956 wurde der „Ehrenfriedhof“ grundlegend umgestaltet. Steinkreuze aus Grauwacke ersetzten die Holzkreuze und ein fünf Meter hohes Steinkreuz wurde als zentrales Monument am Ende des Weges durch den Friedhof errichtet. Verschiedene zwischenzeitlich aufgetauchte Berichte einzelner Zeugen des Ukrainer-Mordes bewirkten vermutlich, dass den drei ukrainischen Zwangsarbeitern ein Teil ihrer Identität zurück-gegeben werden konnte. Die Namen von Peter Spaak und Wladislaus Talzschaview wurden mit ihren Todesdaten in die Steinkreuze eingemeißelt. Wladislaw Dedjarews Identität blieb jedoch noch weitere 60 Jahre unbekannt. Auf seinem Steinkreuz befand sich lediglich das Todesdatum und die fälschliche Angabe „Wladislaus“, Nachname unbekannt. Der Mahlberg-Bericht des Jahres 1949 führte zu einer nachträglichen standesamtlichen Beurkundung des Todes der drei ehemaligen ukrainischen Zwangsarbeiter.17

Dennoch kann festgestellt werden, dass die Rheinbacher Gedenktopographie bezüglich der Opfer des Nationalsozialismus ab den 1950er Jahren bis zu ersten Initiativen aus der Bevölkerung in den 1980er Jahren einfror und sich in der Zwischenzeit kaum etwas bewegte.

Erste Initiativen um die Jahrtausendwende

Obwohl in den 1980er Jahren Schüler und Lehrer in Rheinbach gemeinsam auf „Spurensuche“ zum Nationalsozialismus in der unmittelbaren Umgebung gingen und erste Denkmal-Anregungen laut wurden, bezogen sich diese Initiativen insbesondere auf die Anerkennung jüdischer Opfer.18 Ein wichtiger Artikel, der sich konkret mit dem Thema „Zwangsarbeit in Rheinbach“ befasst, erarbeitet vom Rheinbacher Stadtarchivar, erschien jedoch erst im Jahr 2000 in dem städtischen Amtlichen Mitteilungsblatt „Kultur und Gewerbe“. Darin befinden sich unter anderem Auswertungen der wenigen spärlichen Quellen, die Auskunft über Anzahl und Nationalitäten ehemaliger Zwangsarbeiter geben konnten sowie Berichte über Einzelschicksale. Auch die Ermordung Peter Spaaks, Wladislaus Talzschaviews und Wladislaw Dedjarews wurde aufgegriffen.19

Den Anstoß zu akribischen Recherchen und der expliziten Nachverfolgung des Schicksals der drei jungen ukrainischen Zwangsarbeiter gaben im Jahr 2006 zwei Zeitzeugen, die den Rheinbacher Bürger Peter Mohr, Mitglied der Freunde des Rheinbacher Stadtarchivs und Mitinitiator der Jüdischen Gedenkstätte im Rheinbacher Rathaus, auf die Ermordung im Stadtpark aufmerksam machten.  Von da an befragte er viele Rheinbacher Bürger der Jahrgänge 1921 bis 1938 und trug insgesamt 40 Zeitzeugenaussagen zusammen, die gemeinsam mit den über drei Jahre hinweg gesammelten und ausgewerteten Quellen verschiedener Archive bedeutende Informationen bereithielten, die zu einer fast vollständigen Rekonstruierung des NS-Verbrechens führten und den Umgang mit den Tätern in der Nachkriegszeit beleuchteten. Der Großteil der Befragten verhielt sich hilfsbereit, doch wurden die Erinnerungen auch stets mit Plünderungszügen einiger Zwangsarbeiter nach Ende des Zweiten Weltkriegs verbunden.20

Unter den befragten Zeitzeugen befand sich auch der Sohn des Bauern Horst, bei dem Wladislaw Dedjarew in Rheinbach untergebracht war. Mit einer eidesstattlichen Versicherung gegenüber dem Rheinbacher Standesamt bestätigte er die Identität Wladislaw Dedjarews, sodass dessen noch fehlender Name mit Unterstützung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf dem Steinkreuz des „Ehrenfriedhofs“ im Jahr 2010 nachgetragen werden konnte.21 Trotz Anfragen bei Suchdiensten, Stiftungen, dem Landes-Bundesarchiv, Organisationen in der Ukraine, der Deutschen Botschaft in Kiew und Aufrufen im Radio konnte Peter Mohr jedoch bis zum heutigen Tag keine weiteren biographischen Daten der drei Ukrainer ermitteln.

Mit Abschluss seiner Recherchen zum Tathergang jährte sich der Todestag der drei ukrainischen Zwangsarbeiter zum 65. Mal. So entstanden am 26. Januar 2010 erste ausführliche Zeitungsberichte, unter anderem im Bonner General Anzeiger, die sich des Themas annahmen.22 Dabei konnte auf Informationen eines längeren Essays aufgebaut werden, in dem Peter Mohr seine Ergebnisse ausführlich zusammenfasste und der Presse bereitstellte. Auch der Rheinbacher Bürgermeister griff bei der jährlichen Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2010 in Teilen seiner Reden auf das Essay zurück und erwähnte das Schicksal Peter Spaaks, Wladislaus Talzschaviews und Wladislaw Dedjarews.23

Den ersten entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Errichtung eines Mahnmals für die drei ukrainischen Zwangsarbeiter gingen Peter Mohr und Horst Maurer im darauffolgenden Jahr mit einem diesbezüglichen Vorschlags im Rheinbacher Kulturausschuss.

Ein „nicht unumstrittenes“ Vorhaben“24

Im Jahr 2011 folgten Vorgespräche mit weiteren engagierten Bürgern und dem das Projekt tatkräftig unterstützenden Rheinbacher Bürgermeister Stefan Raetz über Gestaltungsvarianten, Finanzierungsvorschläge sowie Textentwürfe. Übereinstimmend wurde festgelegt, dass eine deutliche Benennung der Täter, die Nichtigkeit des Diebstahls und der Zwangsarbeiterstatus der drei Ukrainer auf dem Gedenkstein Erwähnung finden sollten.

Im Voraus der Abstimmung über die Errichtung des Mahnmals verfasste die Stadtverwaltung eine Vorlage, die den einzelnen Fraktionen in ihrer Entscheidungsfindung helfen sollte. Hierin wurde jedoch gegen die Aufstellung eines Mahnmals für die drei Ukrainer argumentiert und folgende Punkte zur Begründung vorgebracht: Mit dem „Ehrenfriedhof“ bestehe bereits ein angemessener Gedenkort für die Opfer. Die Gefahr bestehe, dass dieser Erinnerungsort durch die Aufstellung von Mahnmalen an anderen Orten entwertet werden könne. Überdies hätte eigentlich jedes Opfer des Nationalsozialismus eine Hervorhebung durch ein eigenes Mahnmal verdient und nicht nur die drei Ukrainer. Als weiteres Argument wurde vorgebracht, dass es nicht sinnvoll sein könne, ein Mahnmal einfach irgendwo abzustellen, ohne Gedenkaktionen.25

Als Antwort auf die Vorlage verfasste Peter Mohr Gegenargumente, die er ebenfalls an den Kulturausschuss weiterleitete: An das besondere Schicksal der erhängten jungen Ukrainer könne nur außerhalb des „Ehrenfriedhofs“ am authentischen, „sprechenden“ Tatort durch ein Denkmal erinnert werden. Damit werde der „Ehrenfriedhof“ in keiner Weise entwertet, sondern aufgedeckt, was bisher verschwiegen wurde. Außerdem gebe es andere Gemeinden der Region, wie Bad Münstereifel oder Mechernich, die Rheinbach als Vorbild nehmen könne. Im Gegensatz zu einem expliziten Mahnmal ist der Erinnerungsort „Ehrenfriedhof“ nicht für das individuelle Gedenken geeignet.26

In der Beschlusssitzung am 24. November 2011 wurde der Antrag von Peter Mohr durch eine Mehrheit aus CDU und FDP abgelehnt, die der Argumentation aus der Vorlage folgten. Stattdessen wurde bestimmt den „Ehrenfriedhof“ durch eine neue Informationstafel aufzuwerten. Der ausgearbeitete Hinweistext am Friedhofseingang, der explizit auf das Schicksal der drei ukrainischen Zwangsarbeiter und andere Einzelschicksale verweist, wurde im Jahr 2013 aufgestellt. Zudem wird seit diesem Zeitpunkt die verschleiernde Bezeichnung „Ehrenfriedhof“ durch „Kriegsgräberstätte“ auf den Beschilderungen des Erinnerungsortes ersetzt.27

Die nicht nur über das Ukrainer-Denkmal, sondern auch über die Antragstellung und Ablehnung der Stolpersteinverlegung in den folgenden Jahren geführten Debatten in der Rheinbacher Bevölkerung bewirkten, dass das Thema „Erinnerungskultur“ zunehmend in den Fokus der Rheinbacher Politik gelangte. So wurde übereinstimmend beschlossen, dass ein „Pfad Rheinbacher Geschichte“ ausgearbeitet werden sollte, der die wichtigsten Stationen der Geschichte Rheinbachs aufzeigt. Hierbei wurde jedoch wiederum die konkrete, „unbequeme“ Erinnerung an die drei ukrainischen Zwangsarbeiter am authentischen Ort mit Verweis auf die lokale Täterschaft ausgeklammert. 

Das unerlaubte Kreuz

Die Ablehnung des Mahnmalantrags wollte ein damaliger Rheinbacher Zeitzeuge nicht hinnehmen. Im Jahr 2012 hängte Hubert Pfahl daher auf eigene Kosten ein großes, hölzernes Gedenkkreuz zwischen den beiden Eschen auf, die als provisorischer Galgen gedient hatten. An einen der beiden Bäume befestigte er ein vergrößertes Foto der Rheinbacher nationalsozialistischen Führungsebene und schrieb darunter: „Einige von ihnen waren dabei“.28 Obwohl Hubert Pfahl Kreuz und Foto wieder abhängen musste, da er sich keine Genehmigung von Seiten des Ordnungsamtes eingeholt hatte, flammte die Debatte um das Ukrainer-Mahnmal durch Pfahls Eigeninitiative in der Folgezeit wieder auf. Es folgten mehrere Presseberichte im General-Anzeiger und in Blick-Aktuell. Viele die Aktion positiv bewertende Leserbriefe gaben Hubert Pfahl Rückendeckung und sprachen sich deutlich für die Errichtung eines Mahnmals am authentischen Ort aus, auch vor dem Hintergrund der abgelegenen Lage der Kriegsgräberstätte.

Im Jahr 2014 entschied die Stadt Rheinbach erstmals, die Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus vom 27. Januar auf den 26. Januar vorzuziehen, den Todestag der drei Ukrainer. In einer Rede wurde als Begründung genannt, dass „der NS-Terror am 26. Januar in Rheinbach einen entsetzlichen Ausdruck gefunden hätte“.29 Die Reden zu diesem Anlass wurden nicht, wie gewöhnlich, im Rathaus gehalten, sondern an der Hinrichtungsstätte im Stadtpark. Ebenfalls am 26. Januar 2014 feierte Hubert Pfahl seinen 85. Geburtstag. Das von ihm finanzierte Holzkreuz wurde daher während der Gedenkfeier erneut aufgestellt und blieb dort mit Genehmigung der Stadt bis zum Jahr 2016 stehen.30 

Errichtung und Ikonographie des Mahnmals

Nachdem das Kreuz von Hubert Pfahl durch Vandalismus zerstört wurde, wurde im Januar 2016 stattdessen eine provisorische Gedenktafel an der sogenannten „Ukrainer-Esche“ angebracht, auf der die Namen der drei Zwangsarbeiter, ihr Todestag und der Haupttäter angegeben waren.31 Ebenfalls um diese Zeit fand auf Anraten des Bürgermeisters eine erneute Beantragung der Errichtung des Mahnmals beim Kulturausschuss der Stadt Rheinbach statt.32 Die Popularität des Themas in der Rheinbacher Bevölkerung oder ein generelles Umdenken mögen dazu beigetragen haben, dass sich der Rat einstimmig für die Errichtung des Mahnmals aussprach. Dem Erfolg vorausgegangen waren allerdings wochenlange Debatten über den Wortlaut der beabsichtigten Inschrift auf den Gedenkstelen. Die CDU-Fraktion unterbreitete einen sprachlich abmildernden Vorschlag, der die Benennung des lokalen Täters, wie von den Initiatoren gefordert, aus-sparte. Damit setzte sie sich allerdings nicht durch.33 Der finale Text, der sich von links nach rechts über die drei unterschiedlich großen Stelen zieht, die gemeinsam das Mahnmal bilden, lautet: 

„Mit diesem Mahnmal erinnern die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Rheinbach an die Ermordung der minderjährigen ukrainischen Zwangsarbeiter Peter Spaak, Wladislaus Talzschaview und Wladislaw Dedjarew. Sie wurden auf Geheiß des Rheinbacher NS-Bürgermeisters wegen eines geringfügigen Diebstahls erhängt. Der Mord blieb ungestraft. Möge die Erinnerung an dieses Verbrechen Mahnung für die Zukunft sein.“

Gestaltet und angefertigt vom Rheinbacher Steinmetz Heinz Samulewitz, der die Realisierung des Erinnerungsortes34 durch eine Kostenreduzierung seiner Arbeit unterstützte, symbolisieren die nebeneinanderstehenden schlichten, in die Höhe ragenden Stelen das gemeinsame Schicksal der drei Zwangsarbeiter. Der von einer auf die andere Stele „springende“ Text löst beim Betrachter gezielt Irritationen aus und soll somit die Konzentration beim Lesen fördern. Die kantigen Außenseiten der Stelen lassen vermuten, dass es sich hierbei, wie auch bei anderen ähnlichen Gedenksteinen der Umgebung, um den künstlerischen Verweis auf die grausamen Ereignisse handelt, die sich nicht einfach „glatt“ in die Geschichte einfügen lassen. Es kann zudem angemerkt werden, dass die Opfer in der Inschrift „entsowjetisiert“ wurden und die Herausstellung ihrer Minderjährigkeit zusätzlich eine emotionale Ebene beim Betrachter erzeugt. Die Beschreibung der Tat im Inschriftentext lässt die Stelen sowohl zum Gedenk- als auch zum Informationsort werden. Der Text schließt mit einer „typischen“, auf vielen Mahnmalen in der Bundesrepublik befindlichen Gedenkformel ab und richtet sich aufgrund der Sprache insbesondere an die Deutsche Bevölkerung. Als Material wurde Schweizer Bahia-Granit verwendet, der wegen seiner Robustheit und Langlebigkeit auch für viele Grabsteine auf Friedhöfen benutzt wird. Bewusst wurden die Stelen leicht schräg zum Wanderweg hin am Erinnerungsort aufgestellt, damit Spaziergänger das Mahnmal bemerken.

Die Einweihungsfeier des Mahnmals für die drei ukrainischen Zwangsarbeiter fand am 19. Oktober 2017 unter reger Anteilnahme der Rheinbacher Bevölkerung statt. Neben dem Hauptinitiator Peter Mohr, Bürgermeister Stefan Raetz, dem katholischen Pfarrer Bernhard Dobelke und dem Rheinbacher Stadtarchivar Dietmar Pertz, nahm auch der Generalkonsul der Ukraine in Düsseldorf, Vladyslav Yehorov, an der Feier am Stadtpark teil und zeigte seine Anerkennung gegenüber dem Projekt. Von besonderer Bedeutung war die Teilnahme mehrerer Jugendlicher der Rheinbacher Schulen, die sich in einer Impulsrede zu der Tat äußerten und sich zudem im ähnlichen Alter wie die drei Opfer zur Tatzeit befanden, wodurch zusätzlich eine starke Betroffenheit bei den Anwesenden ausgelöst wurde. Die lokale Presse berichtete vorab und auch anschließend ausführlich über das Ereignis.35

Der Erinnerungsort heute

Das seit knapp drei Jahren im Rheinbacher Stadtpark stehende Mahnmal ist insbesondere für einen kleinen, sich intensiv mit lokaler Geschichte befassenden Teil der Rheinbacher Bevölkerung zu einem festen Bestandteil der Erinnerungskultur geworden. So werden jedes Jahr am Todestag der drei Ukrainer Blumengebinde und Kerzen aufgestellt, die aus privaten Mitteln finanziert werden. Dies überrascht kaum, da auch das Mahnmal selbst allein aus Spenden der Rheinbacher Bevölkerung und zweier Geldinstitute finanziert wurde. Auch konnte beobachtet werden, dass Steine und Herzen (aus Metall) auf die Stelen abgelegt werden. Es ist bemerkenswert, dass ein Banner in der Nähe des Mahnmals aufgehängt wurde, auf dem geschrieben steht: „So etwas darf nie wieder geschehen.“ Die Schrift weist eindeutig darauf hin, dass es sich bei den Initiatoren um Kinder oder Jugendliche gehandelt hat. Möglicherweise können gerade Jugendliche aufgrund des jungen Alters der drei Opfer eine „besondere“ Verbindung zu ihnen empfinden. Durch die zentrale Lage des Mahnmals im Rheinbacher Stadtpark, der bei Wanderern sehr beliebt ist, kann davon ausgegangen werden, dass das Mahnmal, auch aufgrund seiner besonderen Inschrift, von vielen vorbeigehenden Passanten wahrgenommen wird. Dennoch fehlen Wegweiser, die das Auffinden des Mahnmals erleichtern würden. Umgeben von Bäumen ist es gerade im Sommer und Herbst von der Straße aus nicht zu sehen. 

Die „Lebendigkeit“ des Mahnmals manifestiert sich insbesondere darin, dass es verschiedene Projekte, wie Vorträge und Aufsätze, in der lokalen Bevölkerung angestoßen hat. Ein Schüler des Sankt Josef Gymnasiums schrieb beispielsweise im Jahr 2018 eine ausführliche Facharbeit über das Schicksal der drei Zwangsarbeiter. Zudem konnte auf der diesjährigen Gedenkfeier am 27. Januar im Rheinbacher Rathaus beobachtet werden, dass die drei Ukrainer in der Ansprache des Landtagsabgeordneten Oliver Krauß und der Rede des Bürgermeisters Stefan Raetz Erwähnung fanden. Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums Rheinbach initiierten überdies ein Projekt „Rheinbacher Sterne“, in dem sie für jedes nationalsozialistische Rheinbacher Opfer einen Stern gestalteten. Jeder Teilnehmer der Gedenkfeier sollte einen Stern mit nach Hause nehmen und dem jeweiligen Opfer noch einmal individuell gedenken. An der Gedenkfeier, die von Schülern auch musikalisch gestaltet wurde, nahmen insgesamt nur um die 50 Besucher teil. Es muss jedoch angemerkt werden, dass hierfür auch der frühe Beginn der Veranstaltung, um 12:00 Uhr, eine Rolle spielen könnte, da Berufstätige normalerweise nicht teilnehmen können. 36

Über den lokalen Rahmen hinaus scheint die Reichweite des Mahnmals jedoch begrenzt zu sein. Die Internetseite der Stadt Rheinbach verweist grundsätzlich auf keine Denkmäler in ihrer Umgebung und auch unter dem Menüpunkt „Stadtgeschichte“ wird nicht auf das Schicksal der drei Ukrainer eingegangen. Bei einer gezielten Suche nach den drei Zwangsarbeitern im Internet werden zahlreiche Zeitungsartikel präsentiert, die Aufschluss über den Tathergang und die Debatten um die Errichtung des Mahnmals geben. Es fehlt jedoch die aufklärende, weil weiterhin häufig unbekannte, Einbettung des Themas in den Gesamtkontext von „vergessenen Opfergruppen“ des Zweiten Weltkriegs aus dem östlichen Europa.

Abschließend kann festgestellt werden, dass die Errichtung des Mahnmals ein wichtiges Zeichen des „Wissen-wollens“ um die lokale Täterschaft der Stadt Rheinbach und das Schicksal der drei Ukrainer setzt. Jedoch ist dieser Prozess nicht abgeschlossen, denn die Verankerung der Erinnerung erfordert weiterhin aktives Tun und Engagement aus der Bevölkerung.


1 Zitiert nach: Mohr, Peter: Sollen hängen zum Gespött…Am 26. Januar 1945 starben drei junge Ukrainer in Rheinbach am Galgen, Rheinbach 2010, S. 1.

2 Vgl. Pertz, Dietmar: Zwangsarbeit in Rheinbach – Ein Zwischenbericht, http://www.flerzheim.de/geschichte/109-zwangsarbeiter-in-rheinbach-ein-zwischenbericht.html [2000] (26.01.2020).

3 Saxler-Schmidt, Gerda: Ein dunkles Kapitel Stadtgeschichte. Heute vor 65 Jahren ermordeten Nazi-Schergen in Rheinbach drei junge Zwangsarbeiter. Die Tat blieb ungesühnt, in: General-Anzeiger (26.01.2010).

4 Vgl. Gibalowski, Leonard: Ukrainermord in Rheinbach. Das Schicksal der drei ukrainischen Zwangsarbeiter Peter Spaak, Wladislaus Talzschaview und Wladislaw Dedjarew in Rheinbach in den Jahren 1942-1945, Rheinbach 2017/18, S. 6f.

5 Interview mit Peter Mohr, 12.01.2020.

6 Vgl. Mohr, Peter: „Die Drei“ – Chronologie der Mordtat und anschl. amtliche Dokumentation, Rheinbach 2010, S. 1f. (unveröffentlichtes Manuskript)

7 Interview mit Peter Mohr, 12.01.2020.

8 Vgl. Mohr, Peter: Die Drei – Zeitzeugen Beobachtungen/Splitter, Rheinbach 2009, S. 2-4.

9 Interview mit Peter Mohr, 12.01.2020.

10 Vgl. Mohr, Peter: Täter werden zu Opfern (gemacht), Rheinbach 2011. (unveröffentlichtes Manuskript)

11 Vgl. StAvRhb: Schreiben des Landwirts Hubert Mahlberg, 20.07.1949.

12 Vgl. Kopie des Friedhofsbucheintrag von Peter Mohr aus dem StAvRhb.

13 Vgl. StAvRhb, Abschrift von Mohr, Peter: Verstorbene/beerdigte Ausländer in Rheinbach im Schriftverkehr zwischen Stadt und anderen Behörden/Dienststellen, S. 2-5.

14 Vgl. Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Kriegsgräberstätte Rheinbach, https://www.volksbund.de/kriegsgraeberstaette/rheinbach-kriegsgraeberstaette.html (25.01.2020).

15 Vgl. StAvRhb, Abschrift von Mohr, Peter: Verstorbene/beerdigte Ausländer in Rheinbach im Schriftverkehr zwischen Stadt und anderen Behörden/Dienststellen, S. 2-5.

16 Vgl. StAvRhb, Mies, Horst: Ansprache am Städtischen Ehrenmal am Volkstrauertag, Rheinbach 2001, S. 3.

17 Vgl. StAvRhb, Abschrift von Mohr, Peter: Verstorbene/beerdigte Ausländer in Rheinbach im Schriftverkehr zwischen Stadt und anderen Behörden/Dienststellen, S. 2-5.

18 Vgl. Mohr, Peter: Erinnerungskultur in Rheinbach ?, Rheinbach 2013. (unveröffentlichtes Manuskript)

19 Vgl. Pertz, Dietmar: Zwangsarbeit in Rheinbach – Ein Zwischenbericht, http://www.flerzheim.de/geschichte/109-zwangsarbeiter-in-rheinbach-ein-zwischenbericht.html [2000] (26.01.2020).

20 Interview mit Peter Mohr, 12.01.2020.

21 Vgl. Saxler-Schmidt, Gerda: Gedenkstein für einen Zwangsarbeiter. Der Ukrainer Wladislaw Dedjarew ist 1945 in Rheinbach von Nazi-Schergen ermordet worden, in: General-Anzeiger (10./11.07.2010).

22 Vgl. Saxler-Schmidt, Gerda: Ein dunkles Kapitel Stadtgeschichte. Heute vor 65 Jahren ermordeten Nazi-Schergen in Rheinbach drei junge Zwangsarbeiter. Die Tat blieb ungesühnt, in: General-Anzeiger (26.01.2010).

23 Interview mit Peter Mohr, 12.01.2020.

24 Quadt, Mario: Drei Stelen für ermordete Zwangsarbeiter. Rheinbacher Rat billigt im zweiten Versuch die Gedenksteine. Nazi-Schergen töteten junge Ukrainer im Stadtpark, in: General-Anzeiger (01.06.2017).

25 Vgl. Vorlage für die Sitzung des Ausschusses für Standortförderung: Gewerbe, Wirtschaft, Tourismus und Kultur, Rheinbach 2011.

26 Vgl. Mohr,Peter: „Denk mal nach!“. Anmerkungen/Fragen zur Verwaltungsvorlage „Ukrainer-Denkmal“, Rheinbach 2011.

27 Vgl. Beschluss der Sitzung des Ausschusses für Standortförderung: Gewerbe, Wirtschaft, Tourismus und Kultur v. 24.11.2011, Rheinbach 2011.

28 Vgl. Pfaff, Doris: Ein unerlaubtes Kreuz. Bürger errichtet Mahnmal für Nazi-Opfer im Rheinbacher Stadtpark, in: General-Anzeiger (24.5.2012).

29 Vgl. Gesammelte Reden zur Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus am 26.01.2014, Rheinbach 2014.

30 Vgl. Stein: Späte Ehre, Demut und Respekt. Gedenkstunde für drei ukrainische Zwangsarbeiter, ermordet am 26. Januar 1945, in: Blick-Aktuell (30.01.2014).

31 Vgl. StAvRhb: Provisorische Gedenktafel.

32 Interview mit Peter Mohr, 12.01.2020.

33 Interview mit Peter Mohr, 12.01.2020.

34 Interview mit Peter Mohr, 12.01.2020

35 Vgl. Jost: Gedenken am Ort der Gräueltat. Mahnmal für drei 1945 hingerichtete ukrainische Zwangsarbeiter in Rheinbach eingeweiht, in: Bonner Rundschau (22.10.2017).

36 Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus in Rheinbach am 27. Januar 2020.

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